Sie beginnen nie bei Null – Die 4 Ausgangspositionen für Employer Branding.

Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht. Bewegen Sie sich mit? 

Früher wollten Personalleiter von Bewerbern wissen: „Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?“ Heute hören Personalleiter die Bewerber fragen: „Warum sollte ich für Ihr Unternehmen arbeiten?“ Gut, wenn man darauf eine Antwort hat. Und das auch klar sagen und zeigen kann. Und es dann auch so ist. 

Daraus entsteht die Employer Branding-Formel:

  • Seien Sie als Arbeitgeber besonders.
  • Seien Sie glaubwürdig.
  • Und zeigen Sie es.

Employer Branding lohnt sich immer dann, wenn Ihr Unternehmen Mühe hat, ausreichend passende Mitarbeiter zu finden. Aber welche Employer Brand hat Ihr Unternehmen heute?

Denn niemand startet beim Employer Branding bei Null: Jedes Unternehmen hat eine Ausstrahlung und ein Verhalten als Arbeitgeber, das man beim Recruiting und in der Unternehmenskultur ablesen kann.

Das Ziel einer starken Employer Brand ist klar – aber der Startpunkt ist es nicht. WIr haben vier Typen von Employer Branding-Brand beobachtet. Wo stehen Sie? 

Typ 1: Die Traditionellen – erfolgreiche Unternehmen mit gutem Ruf, fürsorglicher Einstellung und ausgeprägter Hierarchie

Ein solides Verantwortungsgefühl drückt sich in Sozialleistungen und Vergünstigungen aus. Viel Neues kommt zu diesen Traditionen allerdings nicht hinzu. Fragen Sie sich: Ist das heute noch attraktiv genug? Kennen Bewerber diese Vorteile überhaupt? Entspricht dies ihren Wünschen? Oder möchten diese lieber auf Augenhöhe kommunizieren? Glaubwürdig sind Sie – aber allzu oft nur für sich selbst.

Typ 2: Die Unsichtbaren – Unternehmen ohne Ambitionen in der Außendarstellung

Die Unternehmensleitung möchte Personal gewinnen – und hat den traditionellen Deal "Arbeitsplatz gegen Geld" im Sinn. Dies verstellt oft den Blick darauf, warum jemand eine Anstellung gerade hier überhaupt attraktiv finden sollte. Die Führungskräfte sind oft fähige, nüchterne Fachleute mit klarer Ergebnisausrichtung. Das allein reicht heute nicht mehr; auch Führungstechniken und Verhaltensfragen werden Bewerbern immer wichtiger. Wie machen Sie Ihre Trümpfe sichtbar?

Typ 3: Die Selbstbewussten – Moderne, zugewandte und wertschätzende Unternehmen

In solchen Unternehmen herrscht oft guter Teamgeist und in freundlichem Miteinander werden gute Resultate erzielt. Das führt grundsätzlich zu guten Chancen, Bewerber zu finden. Verstärkt werden diese, indem bewusst darauf geachtet wird, dass neue Kolleginnen und Kollegen detaillierte Fragen stellen – und dass man auf diese Fragen Antworten hat. Die Arbeitgebermarke ist für Bewerber sichtbar, wird aktiv unterstützt und mit klug budgetierten Maßnahmen unterstützt.

Typ 4: Die Defensiven – Unternehmen im Wachstum, die neue Erdung und Anschluss an ihre frühere Kultur suchen

Wachstum kann negative Folgen haben: Der Charme geht verloren, die Wege werden länger, die Organisation komplizierter. Wer sich in dieser Phase nicht in Frage stellt, lädt auf den Mitarbeitern oft Stress und Komplexität ab – und diese fragen sich immer öfter, warum die Motivation der frühen Tage verloren gegangen ist. Oft ist das der Unternehmensführung implizit bewusst, weswegen sie eine aktive Positionierung vermeiden. Zeit, aus dem Schatten zu treten!

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