Tue Gutes – und erinnere daran. Wie Sie den Lohn für gute Taten nach einer Mitarbeiterbefragung ernten.

02.09.2019 | Kommunikation vor der Befragung, Best Practice

Viele Unternehmen führen Mitarbeiterbefragungen im Abstand von zwei Jahren durch. Das ist sinnvoll, wenn man die Zeit nutzen will, um an Verbesserungen zu arbeiten. Nach zwei Jahren kann man dann überprüfen, was es bewirkt hat. Soweit so gut.

Das Zwei-Jahres-Intervall hat aber auch einen Nachteil: Die Mitarbeiter erinnern sich oft nur schwach an Fortschritte, die vielleicht im ersten Jahr nach der Mitarbeiterbefragung erreicht wurden. Wenn dann die nächste Mitarbeiterbefragung kommt, liegen diese Maßnahmen schon länger zurück. Und sie werden dann womöglich nicht mehr mit dem Anlass „Mitarbeiterbefragung“ verbunden.

Es entsteht der Eindruck: „Es hat sich nicht viel getan“; die gefühlte Wirklichkeit koppelt sich von den Fakten ab. Das passiert nicht aus bösem Willen, sondern einfach wegen der Halbwertzeit des menschlichen Gedächtnisses. Und das mindert manchmal die Beteilung an der Mitarbeiterbefragung oder auch das Image der Mitarbeiterbefragung.

Ein Best-Practice gegen das Vergessen von Fortschritten

Diesen Effekt wollte DB Connect, ein Unternehmen des Deutsche Bahn-Konzerns, nicht tatenlos hinnehmen. Wie alle Tochterunternehmen der Deutsche Bahn AG nimmt DB Connect alle zwei Jahre an einer konzernweiten Mitarbeiterbefragung teil.

Personalleiter Michael Semmler: „Wir haben das Feedback aus der Mitarbeiterbefragung ernst genommen. Es sind dann für viele Themen auch gute Lösungen zustande gekommen. Da wollten wir natürlich, dass das bei der diesjährigen Mitarbeiterbefragung auch gesehen und anerkannt wird.“

Die Kampagne „Gesagt – Getan“

Dafür haben der für die Mitarbeiterbefragung bei DB Connect Gesamtverantwortliche, Fabian Wiedey, und perbene Beratung die Kampagne „Gesagt – getan“ entwickelt.

  • Auf DIN A1-Plakaten wurden jeweils drei oder vier konkrete Maßnahmen vorgestellt, die aus der letzten Mitarbeiterbefragung angestoßen wurden.
  • Das Motto lautete „Gesagt – getan“. Es sollte sichtbar werden, welche Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung 2016 gezogen wurden.
  • Insgesamt kamen drei Plakate zustande, die insgesamt zehn Maßnahmen zeigen.

Und so sah Plakat 2 aus:


Plakat aus der Kampagne "Gesagt - getan" 

Die Kampagne wurden sechs Wochen vor dem Start der Mitarbeiterbefragung 2018 gestartet. Für zwei Wochen wurde das Plakat 1 an gut sichtbaren Orten an den Standorten von DB Connect aufgehängt bzw. im Intranet gezeigt. Nach zwei Wochen folgte das Plakat 2 und nach wieder zwei Wochen das Plakat 3. Mit immer neuen Plakaten wurde vermittelt: Es ist einiges geschehen mit dem Feedback aus der Mitarbeiterbefragung!

Die Wirkung

Die positive Wirkung dieser Kampagne war in Rückmeldungen von Mitarbeitern zu hören:

  • Es wurde sehr positiv aufgenommen, dass die Plakate so mitarbeiterzentriert ausgestaltet waren (viele Bilder, mehrere Einzelmeinungen der Mitarbeiter)
  • Die bereichsübergreifende Abdeckung wurde gelobt, d.h. nicht nur Themen aus dem Firmensitz oder nur aus Büroberufen.
  • Es wurde widergespiegelt, dass noch einmal gut klar wurde, dass sich doch vieles positiv getan hat seit der letzten Mitarbeiterbefragung.

Und auch in den Zahlen spiegelt sich der Erfolg. Die Beteiligung der Mitarbeiter der DB Connect an der Mitarbeiterbefragung 2018 betrug 80% - nach 79% in 2016.

Das ist natürlich vor allem eine Folge von inhaltlicher Arbeit an den Themen und das auch über mehrere Jahre, aber dennoch: Bei jedem Durchgang müssen die Mitarbeiter immer wieder überzeugt werden, dass sich das Mitmachen lohnt. Ein Abonnement auf hohe Beteiligung hat man nie.

Personalleiter Michael Semmler: „Ich bin froh, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben, und ich bin überzeugt davon, dass die Kampagne ihren Teil zum positiven Ergebnis beigetragen hat.“ 


Die Kampagne "Gesagt - getan" ist ein Beispiel dafür, dass wir von perbene Beratung die Mitarbeiterbefragung als ein Dialog-Instrument verstehen. Und dass wir den Dialog von Anfang an aufnehmen.

Wollen Sie mehr wissen über die handlungsorientierte Mitarbeiterbefragung? Dann lesen Sie hier weiter.